Kulturexportprojekt: 16 angolanische Blasmusiker lernen ein Jahr lang von Tiroler Profis

Im Rahmen eines völlig neuartigen Bildungs- und Kulturexportprojekts findet von September 2013 bis Juni 2014 die Ausbildung von angolanischen Musikern in Tirol statt.

Dieses völlig neuartige  Ausbildungsprojekt,  soll die kulturelle Weiterentwicklung Angolas unterstützen. 16 angolanische Musiker erhalten ein Jahr lang intensiven Instrumentalunterricht an verschiedenen Blasmusikinstrumenten, lernen dirigieren und einen professionellen Umgang mit Blasmusik. Begleitend erhalten sie an der Volkshochschule Innsbruck einen intensiven Sprachunterricht in Englisch. Nach ihrer Rückkehr sollen diese in der Lage sein, in Angola ihr in Tirol erworbenes Know How weiterzugeben und andere Musiker anzuleiten.

Finanziert wird das vom Verein AmusicA getragene Projekt aus Angolanischen Mitteln und internationalen Sponsoren. Angola konnte sich in der mittlerweile zehnjährigen Friedensperiode von den Folgen des 27 jährigen Bürgerkrieges sehr gut  erholen. Aufgrund reicher Bodenschätze wie Erdöl hat sich zwar die Wirtschaft besonders stark entwickelt. Die OPEC nahm Angola 2007 als 12. Mitglied auf. In Bereichen wie Infrastruktur, Bildungswesen und Kultur hat das Land hingegen enormen Nachholbedarf. Musikschulen oder Geschäfte, in denen Noten erworben werden können, gibt es nicht. Die einzige ernsthaft nutzbare Infrastruktur zur Kulturentwicklung bietet derzeit das angolanische Militär. Die Ausbildung von Musikern, die die Infrastruktur des Militärs nutzen, ist derzeit der einzige Weg, musikalisches Know-How in das Land zu bringen. Da die Militärmusiker in Angola durchschnittlich lediglich drei Wochentage im Dienst stehen, haben sie genügend Zeit, ihre musikalischen Erfahrungen auch an zivile Personen weiterzugeben und zum Aufbau einer eigenen angolanischen Musikkultur und Musikschulstruktur beizutragen.

Zum Auftakt des Projektes sollen drei Stücke, komponiert von Oberstleutnant Carlos Alberto Luís Pederneira, in Zusammenarbeit mit der Musikkapelle Fließ uraufgeführt werden. Zudem wird eine Auswahl an symphonischer  Blasorchesterliteratur einen interessanten Rahmen für ein Konzert bieten, das sich mit Recht als „Konzert mit besonderer Note“  bezeichnen kann.

Radiobeitrag

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